7000 Jahre: Ältester Leukämie-Fund

An dem ca. 7000 Jahre alten weiblichen Skelett wurden Hinweise für eine Leukämie
An dem ca. 7000 Jahre alten weiblichen Skelett wurden Hinweise für eine Leukämieerkrankung gefunden. © M. Francken/Universität Tübingen
Prähistorisches weibliches Skelett zeigt Anzeichen der Krebserkrankung. Tübingen, den 31. Wissenschaftler des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment und der Universität Tübingen haben den wahrscheinlich ältesten bisher bekannten Fall von Leukämie gefunden. In einem etwa 7000 Jahre alten Skelett einer 30- bis 40-jährigen Frau konnten sie mithilfe von hochauflösender Computer-Tomographie Hinweise auf die Krebserkrankung feststellen. Andere, ähnliche Krankheitsbilder wurden ausgeschlossen. Das Leben in der Jungsteinzeit war nicht einfach: Die landwirtschaftliche Arbeit kräftezehrend und die medizinische Versorgung aus heutiger Sicht mangelhaft. Diese harten Lebensumstände wirkten sich auch auf die Gesundheit der Menschen aus - Infektionskrankheiten, Mangelerscheinungen und degenerative Veränderungen waren keine Seltenheit. ,,Von all diesen Erkrankungen, abgesehen von Entzündungen im Mundund Kieferraum und von Karies, war das ,Individuum G61' allerdings nicht betroffen - ein weibliches Skelett aus dem neolithischen Gräberfeld Stuttgart-Mühlhausen", erzählt Dr. Heike Scherf vom Senckenberg Center for Human Evolution and Paleoenvironment an der Universität Tübingen.
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