Wie man Eiweißmolekülen in die Taschen schauen kann

Pharmawissenschaftler der Freien Universität erforschen neues Verfahren zur besseren Wirksamkeit von Medikamenten. Wissenschaftlern der Arbeitsgruppe Medizinische Chemie um Jörg Rademann, Professor für Pharmazie der Freien Universität Berlin, sowie von der Universität Leipzig ist ein neuer Einblick in sogenannte Taschen von Proteinen gelungen. Diese Vertiefungen und Gräben auf der Oberfläche von Eiweißmolekülen sind für deren korrektes Funktionieren verantwortlich. Arzneistoffe entfalten ihre Wirkung, indem sie sich an diese Unebenheiten binden und dadurch krankheitsrelevante Eiweißmoleküle ausschalten können. Die neuen Erkenntnisse helfen, die Wirkmechanismen von bereits etablierten Medikamenten besser zu verstehen, etwa bei der Prophylaxe von Herzinfarkten. Die Wissenschaftler arbeiten zukünftig daran, bislang noch nicht untersuchte Proteintaschen mithilfe der neuen Methode zu erforschen und dadurch innovative Wirkstoffe zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden in der November-Ausgabe des Fachjournals ,,Nature Communications" veröffentlicht.
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