Neue Methode liefert 3D-Bilder über die Chemie der Zelle

Metall-Carbonyl-Komplexe sind Modellsubstanz für pharmazeutische Wirkstoffe: Die
Metall-Carbonyl-Komplexe sind Modellsubstanz für pharmazeutische Wirkstoffe: Die dreidimensionale Darstellung zeigt, wie ein Metall-Carbonyl-Komplex in einer Zelle verteilt ist, mit einem Querschnitt auf Höhe des Zellkerns. Je heller die Darstellung, desto höher die lokale Konzentration der Substanz. Die Anreicherung im Zellkern ist deutlich zu erkennen. (Größe der Zelle: etwa 180x80x40 Mikrometer). Abbildung: M. Obst/Universität Tübingen
Chemische Zusammensetzung biologischer Proben lässt sich nun kostengünstig dreidimensional untersuchen - Tübinger und Schweizer Wissenschaftler entwickelten neues Verfahren. Wie Wirkstoffe in Zellen aufgenommen und wo sie dort verarbeitet werden, lässt sich nur indirekt über aufwändige Experimente nachweisen. Um die chemische Zusammensetzung solcher Proben abzubilden, kombinieren Wissenschaftler deshalb bildgebende Spektroskopieverfahren mit infrarotem Licht (für Menschen nicht sichtbar) mit besonderen Mikroskopiemethoden. Einem Team aus Tübinger und Schweizer Wissenschaftlern ist es nun erstmals gelungen, die Verteilung von molekularen Zellbestandteilen mit konventionellen Laborgeräten auch dreidimensional darzustellen. Das ist bahnbrechend, weil bisherige Abbildungen stets zweidimensional waren und sich nicht immer bestimmen ließ, in welchem Teil der Zelle ein chemischer Stoff zu finden ist. Zwar konnten 2013 mit einem Elektronenbeschleuniger als Lichtquelle, einem ,,Synchrotron", dreidimensionale Darstellungen erzeugt werden - aber diese Methode lässt sich wegen hoher Kosten und beschränkten Zugangs zu Großforschungseinrichtungen nur eingeschränkt nutzen.
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