Nervenzellen des Präfrontalkortex (gekennzeichnet durch die Lage der Strukturformel) können unter dem Einfluss von Dopamin ,,Größer-als-,, oder ,,Kleiner-als-Regeln" besser verarbeiten. Abbildung: Lehrstuhl Tierphysiologie/Universität Tübingen
Tierphysiologen der Universität Tübingen zeigen, dass bestimmte Nervenzellen unter dem Einfluss des Botenstoffs Regeln besser verarbeiten. Der im Volksmund als ,,Glückshormon" bezeichnete Botenstoff Dopamin ist nicht nur für Motivation und Motorik des Menschen wichtig, sondern kann Nervenzellen offenbar auch bei anspruchsvollen kognitiven Aufgaben positiv beeinflussen. Torben Ott, Simon Jacob und Professor Andreas Nieder vom Institut für Neurobiologie der Universität Tübingen konnten nun erstmals zeigen, welchen Einfluss Dopamin auf Gehirnzellen während der Verarbeitung von Regeln hat. Die Studie wurde am Donnerstag, 4. Dezember, in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Neuron vorab veröffentlicht. DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.neuron. Die Bedeutung des Botenstoffs Dopamin wird besonders offensichtlich, wenn das Gehirn unterversorgt ist, wie etwa bei der Parkinsonschen Krankheit. Der aus dem Gleichgewicht geratene Dopaminhaushalt führt dann zu vielseitigen neurologischen Störungen.
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