Studie: Volksvertreter sind risikofreudiger als das Volk

Mitglieder des Deutschen Bundestags sind einer Studie zufolge deutlich risikofreudiger als die Bürger in Deutschland. Wie die Befragung von Abgeordneten durch Wissenschaftler des Exzellenzclusters ,,Languages of Emotion" der Freien Universität Berlin und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin ergab, liegt die Risikofreude von Abgeordneten noch über der von selbständig Berufstätigen, die ihrerseits risikobereiter sind als Angestellte oder Beamte. Dies gilt für sämtliche Risikobereiche, die in der Studie erhoben wurden: Autofahren, Geldanlagen, Sport und Freizeit, Karriere, Gesundheit und Vertrauen. Die Autoren interpretieren dieses Ergebnis positiv. Erste Ergebnisse der repräsentativen Studie wurden jetzt im Wochenbericht des DIW Berlin sowie in einem Arbeitspapier des Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) veröffentlicht. Die Autoren der e, Moritz Heß, Gert G. Wagner, Christian von Scheve und Jürgen Schupp, bewerten die überdurchschnittliche Risikofreude der Bundestagsabgeordneten positiv. ,,Andernfalls würden wichtige gesellschaftliche Entscheidungen angesichts der kaum überschaubaren Risiken oft nicht getroffen", sagt der Soziologe und Hauptautor der Studie, Moritz Heß.
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