Xylophaga, auch Schiffsbohrwurm genannt, gehört zu den Tiefseeorganismen, die das Holz nach einem Jahr besiedelt hatten. [weniger]
Über in die Tiefsee abgesunkene Holzreste können Tiere und Mikroorganismen die gewaltigen Distanzen zwischen nährstoffreichen Quellen überwinden. In der Tiefsee wachsen keine Bäume, und doch kann aus einem abgesunkenen Baumstamm am Meeresgrund eine Arche Noah des Tiefseelebens werden - vorübergehend bis das Holz vollständig zersetzt ist. Ein Team von Bremer Max-Planck-Forschern konnte zum ersten Mal zeigen, wie sich abgesunkenes Holz zu einem attraktiven Lebensraum für eine Vielfalt von Bakterien und wirbellosen Tieren entwickelt. Ihre Vermutung, dass Bakterien bei der Holzzersetzung Schwefelwasserstoff freisetzen und so sogar Tiere von heißen und kalten Quellen im Meer anziehen, konnten sie mit Hilfe von Roboter-Messungen im tiefen Mittelmeer bestätigen. Xylophaga, auch Schiffsbohrwurm genannt, gehört zu den Tiefseeorganismen, die das Holz nach einem Jahr besiedelt hatten. Christina Bienhold, MPI für marine Mikrobiologie Manche Tiefseelebewesen wie Muscheln und Röhrenwürmer sind auf besondere Formen der Energieversorgung angewiesen, einem Cocktail von energiereichen chemischen Verbindungen wie Methan und Schwefelwasserstoff, der an heißen und kalten Quellen aus dem Meeresboden austritt. Sie tragen in ihrem Inneren bakterielle Symbionten, die für sie die Energie aus diesen Verbindungen in Nahrung umwandeln.
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