Je ausgefranster, desto bösartiger: Eine Tumorzelle lässt sich an ihrer fraktalen Geometrie, genauer an ihrem Fraktalisierungsgrad, erkennen. Dass die rechte Zelle einen höheren Fraktalisierungsgrad aufweist als die linke, zeigt ihre höhere Aggressivität. [weniger]
Bösartige und gesunde Zellen weisen charakteristische fraktale Muster auf, anhand derer sie sich unterscheiden lassen. Ein neuer Ansatz lässt auf eine Methode hoffen, mit der sich Krebszellen künftig schneller und zuverlässiger unterscheiden lassen könnten. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart und der Universität Heidelberg haben festgestellt, dass sich Zellen sehr genau mithilfe der fraktalen Geometrie charakterisieren lassen. Mit dieser Theorie werden Objekte beschrieben, deren Struktur im Kleinen ihrer Gestalt im Großen ähnelt. Krebszellen können ihr Wachstum und damit ihre Gestalt verglichen mit gesunden Zellen schlechter regulieren. Die spezielle fraktale Geometrie einer Zelle wird damit zu einem Marker für den Zelltyp. Daher lässt sich der Erkrankungsgrad einer Zelle mit dieser Mathematik, kombiniert mit einer geschickten Bilderkennung, analysieren.
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