Thorsten Quandt
Foto: WWU - M. Hangst
Eine repräsentative Studie der Universität Münster belegt: Entgegen landläufigen Vermutungen ist Computerspielsucht kein verbreitetes Problem in Deutschland. Demnach sind weniger als ein Prozent der PC-Spieler süchtig, lediglich knapp vier Prozent zeigen einige Symptome problematischen Spielverhaltens. Mit der Spielsucht gehen unter anderem ein geringeres Selbstvertrauen und niedrigere Lebenszufriedenheit einher. Die Forschungsergebnisse, die auf einer repräsentativen Befragung von 4500 Computerspielern beruhen, wurden jetzt in der für die Suchtforschung renommierten Fachzeitschrift "Addiction" (DOI: 10.1111/add.12016) veröffentlicht. Im Schnitt verbringt jeder deutsche Computerspieler 52 Minuten täglich mit Computeroder Konsolenspielen. Davon abhängig sind lediglich 0,2 Prozent. Bei 3,7 Prozent der Computerspieler kann von problematischer Spielnutzung gesprochen werden, unter Jugendlichen liegt dieser Anteil mit 7,6 Prozent gut doppelt so hoch.
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