Sportpsychologe Bernd Strauß
Foto: WWU
Es ist noch nicht allzu lange her, dass Eltern Kleinkindern, die mit der linken Hand nach einem Bauklötzchen griffen, das Spielzeug in die rechte, die "richtige", Hand legten. Heute wissen die meisten, dass es so etwas wie das "böse Händchen" nicht gibt. Ganz im Gegenteil: Wissenschaftler haben belegt, dass Spieler, die in Sportarten wie zum Beispiel Tennis mit der linken Hand schlugen, einen Wettbewerbsvorteil besaßen. Mit Martina Navratilova, Jimmy Connors oder John McEnroe bestimmten in den 1970er und -80er Jahren drei Linkshänder die Szene. Neben ihrer besonderen Begabung half ihnen auch die von der Norm abweichende und für Gegner nicht so leicht lesbare Spielweise. Neueste Erkenntnisse besagen jedoch: Aktuelle Weltklassespieler wie Rafael Nadal profitieren nicht mehr von ihrer Linkshändigkeit. Wie sich der sogenannte Linkshändervorteil im Tenniszirkus von den 1970er Jahren bis heute entwickelte und ob er überhaupt noch vorhanden ist, wurde in den vergangenen Jahren in der Forschung nicht aufgegriffen.
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