Bild von der Ausgrabung auf dem East Smithfield Cemetery (1986-88); copyright: Museum of London
Durchbruch für internationales Forscherteam führt zu neuem Verständnis der Evolution menschlicher Infektionskrankheiten. Ein internationales Forscherteam - angeführt von Wissenschaftlern der Universität Tübingen und der McMaster University in Kanada - hat das Genom des Erregers des Schwarzen Todes entschlüsselt, einer der verheerendsten Epidemien der Menschheitsgeschichte. Es gelang den Forschern erstmalig das komplette Genom eines historischen Krankheitserregers zu rekonstruieren. Dadurch kann man nun Veränderungen in der Evolution und der Virulenz des Pathogens zurückverfolgen. Die Studie könnte zu einem besseren Verständnis der Evolution moderner Infektionskrankheiten führen. Die Genetiker Johannes Krause und Verena Schünemann von der Universität Tübingen kooperierten in diesem Projekt mit Hendrik Poinar, Kirsten Bos und Brian Golding von der McMaster University, Kanada, sowie Hernán A. Burbano und Matthias Meyer vom Max Planck Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig und Sharon DeWitte von der University of South Carolina, USA. In einer weiteren kürzlich publizierten Studie beschrieb das Team einen neuen methodischen Ansatz, winzige DNA-Fragmente des Krankheitserregers der Pest aus mittelalterlichen Skeletten anzureichern.
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