Forschende der Universität Stuttgart visualisieren mit hochauflösender Röntgentomographie erstmals Transportprozesse in teilgesättigten porösen Medien [Bild: SFB 1313]
Forschende der Universität Stuttgart visualisieren mit hochauflösender Röntgentomographie erstmals Transportprozesse in teilgesättigten porösen Medien [ Bild: SFB 1313] - Wie Schadstoffe sich in so genannten teilgesättigten porösen Medien - zum Beispiel in Sand oder Kies - ausbreiten, lässt sich aufgrund der komplexen Prozesse nur schwer berechnen. Ein Team um Holger Steeb, Forschungsleiter im Exzellenzcluster SimTech sowie im Sonderforschungsbereich 1313 der Universität Stuttgart, konnte den Stofftransport im Porenraum jetzt mit Hilfe hochauflösender Synchroton-basierter Röntgentomographie sichtbar machen. Die renommierte Fachzeitschrift PNAS berichtete darüber*. Transportprozesse in porösen Medien spielen bei einer Vielzahl von technischen Anwendungen eine äußerst wichtige Rolle. Dabei können die Poren in einem Festkörper von einem einzigen Fluid (Flüssigkeiten oder Gase) durchströmt sein - man spricht dann von vollgesättigten porösen Medien - oder von einem Phasengemisch wie etwa Gas/Öl und Wasser. Letztere, so genannte teilgesättigte poröse Medien, kommen in der Praxis sehr häufig vor, zum Beispiel in oberflächennahen Sandoder Kiesböden, in Gasund Öllagerstätten oder in geothermalen Reservoiren. Geraten nun - etwa aufgrund einer Umweltkatastrophe - Fremdstoffe in den Untergrund, so lässt sich bei vollgesättigten porösen Medien relativ einfach berechnen, wie sich diese ausbreiten.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.