Grundbausteine des Lebens auf der Erde

Chemiker der RWTH zeigen erstmals, dass die mechanische Energie von Meteoriten einfache chemische Stoffe in Aminosäuren umgewandelt haben könnte. Chemiker der RWTH Aachen vermuten, dass meteorische Ereignisse die Moleküle erzeugt haben könnten, die die Entstehung des Lebens auf der Erde ermöglichten. In ihren Experimenten zeigen sie erstmals, dass die mechanische Energie, die beim Einschlag eines Meteoriten freigesetzt wird, einfache chemische Stoffe in Aminosäuren umgewandelt haben könnte, wie sie nun in einer Veröffentlichung in der renommierten Fachzeitschrift "Angewandte Chemie" erläutern. Bislang gibt es, so zeigt es die Veröffentlichung auf, verschiedene Theorien über die Umwandlung einfacher chemischer Stoffe in Aminosäuren, Lipide, Kohlenhydrate und Nukleinsäuren auf der frühen Erde. Diese weisen beispielsweise der Aktivität hydrothermaler Tiefseequellen vor 3,5 Milliarden Jahren oder der vulkanischen Aktivität im Hadaikum eine wichtige Rolle zu. Nun jedoch kam ein Team um Jose Hernández vom Institut für Organische Chemie, IOC, der RWTH Aachen zu dem Ergebnis, dass ein Meteoriteneinschlag die Entstehung der ersten Aminosäuren aus einfachen Bausteinen verursacht haben könnte. Die bei einem solchen Ereignis freigesetzten mechanischen Kräfte sowie Reibungsenergie könnten, so die Erkenntnisse aus den Experimenten, zu den entscheidenden chemische Reaktionen geführt haben - ein Zusammenhang, der in der sogenannten Mechanochemie untersucht wird.
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