Domestizierung verlangsamt die innere Uhr der Tomate. Die Blätter von Tomatenkeimlingen zeigen rhythmische Bewegungen unter konstanten Umweltbedingungen. Diese Bewegungen werden von der zirkadianen Uhr gesteuert. Die zirkadianen Blattbewegungen der kultivierten Tomatenvarietäten (rot) sind deutlich langsamer als die Bewegungen der wilden Vorfahren (orange). [weniger]
Alle Lebewesen, vom Bakterium bis hin zum Menschen, weisen endogene von der inneren Uhr gesteuerte Rhythmen auf. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Synchronisierung von Organismen mit ihrer Umwelt. Forscher vom Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln konnten zeigen, dass die innere Uhr der kultivierten Tomate während der Domestizierung verlangsamt wurde. Die aus der äquatorialen Region Südamerikas stammende Pflanze wurde vom Menschen in die temperierten Breiten gebracht. Die Verlangsamung der Uhr stellt vermutlich eine Anpassung an die dort herrschenden langen Sommertage dar. Domestizierung verlangsamt die innere Uhr der Tomate. Die Blätter von Tomatenkeimlingen zeigen rhythmische Bewegungen unter konstanten Umweltbedingungen.
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