Cholesterin aus der Nahrung mildert Pelizaeus-Merzbacher

Pelizaeus-Merzbacher-Mäuse, die mit Cholesterin-reichem Futter gefüttert werden,
Pelizaeus-Merzbacher-Mäuse, die mit Cholesterin-reichem Futter gefüttert werden, zeigen einen deutlich milderen Krankheitsverlauf. [weniger]
Cholesterinreiches Futter verbessert den Verlauf der neurologischen Erberkrankung dramatisch. Das Myelin des zentralen Nervensystems isoliert Nervenfasern und ermöglicht so die schnelle Weiterleitung von elektrischen Signalen. Die Bildung und Stabilität der Myelinscheide ist bei Patienten der Pelizaeus-Merzbacher-Leukodystrophie stark beeinträchtigt. Dies führt zu schweren motorischen und sensorischen Defekten. Eine Therapie für Pelizaeus-Merzbacher-Patienten gibt es nicht. Gesine Saher, Klaus-Armin Nave und Kollegen am Max Planck Institut für experimentelle Medizin und an der Universität Göttingen haben in einem Mausmodell dieser Erbkrankheit herausgefunden, dass die Myelinisierung durch Cholesterin als Nahrungszusatz dramatisch verbessert werden kann. Myelinscheiden des zentralen Nervensystems werden von Gliazellen, sogenannten Oligodendrozyten, gebildet und bestehen zu einem hohen Anteil an Fetten und Cholesterin.
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