Umsichtige Nussknacker

Bei der Auswahl von Werkzeug zum Nüsseknacken berücksichtigen frei lebende Schimpansen bis zu fünf verschiedene Faktoren. Können Schimpansen einschätzen, welche im Regenwald verfügbaren Objekte sich besonders gut zum Nüsseknacken eignen und wählen sie diese dann bevorzugt als Werkzeug aus? Ein internationales Forscherteam vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig hat untersucht, welche der vor Ort verfügbaren Werkzeuge frei lebende Schimpansen im Taï-Nationalpark an der Elfenbeinküste benutzen, um Nüsse der Art Coula edulis zu knacken. Dabei fanden sie heraus, dass die Tiere das für die jeweilige Aufgabe passende Werkzeug flexibel auswählen und verschiedene Variablen und Bedingungen gleichzeitig berücksichtigen. Dazu gehören neben Gewicht, Material und Härtegrad des ,,Hammers" auch der Ort, an dem sich der ,,Amboss" befindet und die Entfernung dorthin. Einige Populationen von frei lebenden Schimpansen knacken nahrhafte aber harte Nüsse, indem sie sie auf einen Stein, eine harte Wurzel oder den Ast eines Baumes (,,Amboss") legen und dann mit einem Stück Holz oder Stein (,,Hammer") darauf schlagen. Diese Art des Werkzeuggebrauchs wird seit fast 30 Jahren beobachtet, doch bisher war nur wenig darüber bekannt, welche Kriterien Schimpansen bei der Auswahl eines geeigneten Hammers berücksichtigen. ,,Auf dem Boden eines tropischen Regenwaldes befinden sich Holzstöcke und Steine, die sich in Größe, Gewicht und Härtegrad unterscheiden.
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