Tübinger Waffenläufer als Star der Berliner Olympia-Ausstellung

Der ,,Tübinger Waffenläufer
Der ,,Tübinger Waffenläufer". Foto: Thomas Zachmann, Universität Tübingen
Die Leihgabe der ,,Tux'schen Bronze" aus der Klassisch-Archäologischen Sammlung des Museums der Universität Tübingen MUT im Schloss Hohentübingen gilt als eines der schönsten Highlights der neuen Schau ,,Mythos Olympia" im Berliner Martin-Gropius-Bau. Für die aktuelle, ab Freitag, dem 31. August 2012, für die Öffentlichkeit zugängliche große Ausstellung ,,Mythos Olympia - Kult und Spiele", wurde auch eines der bekanntesten Stücke der Sammlungen der Universität Tübingen nach Berlin gegeben: der sogenannte ,,Tübinger Waffenläufer". Obwohl Leihgaben aus Paris, Rom, Athen und Washington in Berlin zu sehen sind, gilt doch der Tübinger Waffenläufer als einer der ästhetischen Höhepunkte der Ausstellung. Die auch ,,Tux'sche Bronze" genannte Kleinskulptur mit der Inventarnummer 1 der klassisch-archäologischen Originalsammlung wurde bereits im Jahr 1798 durch den Stuttgarter Regierungsrat Carl Sigismund Tux (1719-1798) der Universität Tübingen vermacht. Die Besonderheit der nur 16,3 cm hohen, massiv gegossenen Zinnbronze aus der spätarchaisch/frühklassischen Zeit um 490 v. Chr. liegt in der für diese Zeit höchst qualitätvoll gearbeiteten Anatomie des Körpers im Vergleich zu anderen Kleinbronzen sowie in der Seltenheit dieser Darstellung: trotz der geringen Größe strahlt die Figur eine faszinierende ,,innere Monumentalität" aus. Der Tübinger Waffenläufer zeigt jedoch keinen Kämpfer, sondern einen Läufer in Startposition mit Helm in der Disziplin des Waffenlaufes bei den Olympischen Spielen - weshalb er auch ideal in die Olympia-Schau passt.
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