Susanne Marschall, Medienwissenschaftlerin an der Universität Tübingen, wird ,,Professorin des Jahres"

Susanne Marschall

Susanne Marschall

Das Absolventenmagazin UNICUM BERUF benannte soeben die Professoren des Jahres in einem Wettbewerb, der zum siebten Mal ausgetragen wurde. Die Medienwissenschaftlerin Susanne Marschall von der Universität Tübingen wurde in der Kategorie ,,Geistes-, Gesellschaftsund Kulturwissenschaften" zur ,,Professorin des Jahres" gewählt. Bundesweit wurden fast 800 Hochschullehrer von Studenten, Kollegen und Arbeitgebern für den Titel vorgeschlagen. Aus ihnen bestimmte eine Jury um Klaus Landfried, den ehemaligen Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, die Preisträger in vier Wissenschaftsbereichen.

 

Susanne Marschall wurde ausgezeichnet für die intensive Begleitung junger Wissenschaftler bei der Karriereplanung, die Entwicklung und Durchführung anspruchsvoller Praxisprojekte, die Vermittlung von Praktika und Einstiegsstellen sowie die Förderung von Existenzgründungen: ,,Mein Ziel ist die Vermittlung von Kompetenzen auf verschiedenen Ebenen und eine sinnvolle Verbindung von Theorie und Praxis. Ich bemühe mich darum, auch theoretisch orientierten Studierenden Praxiserfahrungen zu vermitteln und umgekehrt", so die Medienwissenschaftlerin über sich selbst. ,,Ich freue mich über diese Auszeichnung wirklich sehr und empfinde sie als Ansporn für weitere Initiativen. In Tübingen konnte ich zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen neue Ideen verwirklichen, weil unsere Arbeitsbedingungen hier sehr gut sind. Und auch die Studierenden engagieren sich in einem hohen Maß. Wir bieten hier anspruchsvolle Lehrforschungsprojekte in allen medienwissenschaftlichen Bereichen an, in denen universitäre Lehrinhalte und Berufspraxis eng verbunden sind. Unser jüngstes Werk, ein sechzigminütiger Dokumentarfilm über die Trickfilmpionierin Lotte Reiniger, ist im Masterstudiengang entstanden und wird sogar von ARTE ausgestrahlt."

 

Susanne Marschall, Jahrgang 1963, ist seit 2010 Professorin für Medienwissenschaft (Schwerpunkt: Audiovisuelle Medien, Filmund Fernsehen) an der Universität Tübingen und lehrte zuvor in Mainz. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Filmund Fernsehtheorie und -geschichte, Ästhetische Theorie, Lichtund Farbgestaltung, Bildkomposition, Transkulturalität des Kinos und der Neuen Medien, Indisches Kino, Tanz, Körperbewegung und Körpergeschichte sowie Kostümdramaturgie. Sie veröffentlichte Monografien und zahlreiche Aufsätze, Essays, Filmkritiken zu Themen der Filmund Fernsehwissenschaft, Literaturund Theaterwissenschaft, Bildund Kulturwissenschaft.

 

Der Wettbewerb um den ,,Professor des Jahres" zeichnet Hochschullehrer aus, deren Verständnis von Lehre über die bloße Wissensvermittlung weit hinausgeht. Beste Chancen auf den Titel hat, wer seine Studenten vor allem durch die Aktivierung ihrer Eigenverantwortung optimal auf den Berufseinstieg vorbereitet, praxisnahes Studieren organisiert  und jobrelevante Fertigkeiten trainieren hilft. Eine Rolle spielt auch, ob die nominierten Kandidaten Praktika, Abschlussarbeiten oder gar Anstellungen vermitteln.


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