Stellungnahme der Dekan*innen der Humboldt-Universität

In dieser Woche ist ein Institutsgebäude der Humboldt-Universität besetzt und später durch die Polizei geräumt worden. Die Universitätsleitung hat in dieser herausfordernden Situation unter der Führung von Präsidentin von Blumenthal besonnen und deeskalierend reagiert. Zur Herausforderung gehörte, dass die Gruppe der Besetzer*innen heterogen war. Es gab wie bei vergangenen Protesten einen Kern von Aktivist*innen, der nicht an einem Dialog, sondern an Eskalation interessiert war. Es gab aber auch gesprächsbereite Studierende und Betroffene, die von eigenen Erfahrungen berichten wollten.

In dieser Situation halten wir den vom Präsidium beschrittenen Weg, einen Dialog mit den gesprächsbereiten unter unseren Studierenden zu führen, für richtig. Dies schloss die Duldung der Besetzung für einen eng begrenzten Zeitraum ein. Die Hochschulleitung hat deutlich kommuniziert, dass die Besetzung am Donnerstagabend beendet sein müsse. Es bestanden lediglich unterschiedliche Vorstellungen über den genauen Zeitpunkt der Räumung an diesem Abend. 

Im Rahmen der Besetzung begangene Sachbeschädigungen und weitere Straftaten verurteilen wir und begrüßen, dass die Universitätsleitung Strafanträge stellt. Wir treten allen Versuchen entgegen, unsere jüdischen und palästinensischen Studierenden gegeneinander aufzuhetzen. Völlig abwegig ist die Unterstellung, die Universitätsleitung habe sich daran beteiligt, Terror oder antisemitische Straftaten zu verharmlosen. Die Dekaninnen und Dekane aller acht Fakultäten der Humboldt-Universität zu Berlin stehen geschlossen und uneingeschränkt hinter dem Präsidium.

Claudia Becker, Geert Keil, Stefan Kipf, Daniel Klapper, Axel Metzger, Bernd Schipper, Caren Tischendorf, Christian Ulrichs

Statement zu der pro-palästinensischen Protestaktion am 22. Mai 2024

Nachricht vom 25.05.24 erstellt von Abteilung Kommunikation, Marketing und Veranstaltungsmanagement