Spin-off erspart Tierversuche
Produzenten von Chemikalien, Arzneimitteln oder Kosmetika sind verpflichtet, die Risiken, die von ihren Produkten ausgehen können, mit geeigneten Methoden zu testen. Das schreiben verschiedene europäische Richtlinien vor. Eine Abschätzung der Gefahren für das menschliche Auge macht bisher häufig Tierversuche notwendig. Neben ethischen Gründen sprechen auch Aspekte wie hohe Kosten, Verzögerungen durch komplexe Genehmigungsverfahren oder eine bedingte übertragbarkeit auf den Menschen gegen diese Testform. Wissenschaftler des Instituts für Halbleitertechnik der RWTH Aachen sind jetzt federführend an der Gründung des Unternehmens "KERATAS" beteiligt. Der Name geht auf das griechische Wort ‚Keratos' für Hornhaut zurück. Ihre Entwicklung soll künftig das Dilemma der Nachweispflicht der Verträglichkeit auf der einen sowie den Schutz der Tiere auf der anderen Seite lösen: Das geplante Unternehmen stellt eine neue, tierversuchsfreie Methodik zur Verfügung, um die Wirkung von Chemie-, Pharma-, Medizin- und Kosmetikprodukten zu untersuchen.



