Spatenstich für den Neubau Physik

Nahmen am feierlichen Spatenstich teil: Andreas Hölting, Direktor des Landesbetr
Nahmen am feierlichen Spatenstich teil: Andreas Hölting, Direktor des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski, Finanzstaatssekretärin Gisela Splett, Rektor Peter Middendorf und Carmen Zinnecker-Busch, Leiterin des Universitätsbauamtes Stuttgart und Hohenheim Bild: Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim / Markus Grohm

Im Zuge der anstehenden Sanierung des Naturwissenschaftlichen Zentrums (NWZ) erhält der Fachbereich Physik einen modernen Ersatzneubau auf dem Campus Vaihingen. Flexible Labore, innovative Hörsäle und Kommunikationszonen schaffen ideale Bedingungen für wissenschaftliche Spitzenleistungen und exzellente Lehre.

Am Donnerstag fand der feierliche Spatenstich statt in Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Petra Olschowksi, Finanzstaatssekretärin Gisela Splett, Rektor Prof. Peter Middendorf, Kanzlerin Anna Steiger und Vertreter*innen des Fachbereichs Physik sowie des Landesbetriebs Vermögen und Bau.

,,Mit dem Neubau Physik erhält die Universität Stuttgart nicht nur modernste Forschungsund Lehrflächen, sondern auch ein architektonisch sichtbares Zentrum der Physik", sagte Wissenschaftsministerin Petra Olschowski. ,,Mit dem Gebäude investieren wir in den starken MINT-Standort Stuttgart: Hier werden die gesuchten Fachund Lehrkräfte von Morgen ausgebildet. Internationale Spitzenforschung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Studienbedingungen auf höchstem Niveau sind künftig unter einem Dach zu finden."

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett betonte: ,,Die Universität Stuttgart bekommt moderne Flächen für Wissenschaft, Forschung und Lehre. Der Neubau mit rund 20.000 Quadratmetern Nutzfläche entsteht, um den großen Gebäudekomplex der Naturwissenschaftlichen Institute in den kommenden Jahren sanieren zu können. Dies ist Teil der Sanierungsstrategie auf dem Campus der Universität Stuttgart."

Der Neubau, der aus zwei durch Brücken verbundene Gebäude besteht, ist als kreative und ganzheitliche Forschungsstätte konzipiert, in der Theorie und Experiment nahtlos ineinandergreifen. Dank seiner flexiblen Struktur kann es künftige Entwicklungen im Bereich der Quantentechnologien - einem der strategischen Profilbereiche der Universität - ebenso aufnehmen wie die zunehmend interdisziplinäre Vernetzung der Forschung.

,,Die Universität Stuttgart ist dankbar für ein neues Physikgebäude, das höchsten wissenschaftlichen, technischen und architektonischen Ansprüchen gerecht wird", sagte Rektor Professor Peter Middendorf. ,,Wir freuen uns auf einen Ort der Begegnung, der Neugier und des Austauschs und über den Aufbruch in eine neue Zukunft für interdisziplinäre Forschung und Lehre - in der Physik und an der ganzen Universität Stuttgart."

Im Mittelpunkt der Konzeption stehen die Menschen im Fachbereich: Studierende, Forschende und Mitarbeitende sollen in einer inspirierenden Umgebung zusammenarbeiten. Kommunikationszonen, Dachgärten, Whiteboards in den Fluren und ein offenes Foyer mit Cafeteria schaffen Raum für informelle Begegnungen und kreativen Austausch. Jede Institutsetage verfügt über einen Seminarraum, eine Teeküche und gemeinsam genutzte Flächen für mindestens zwei Abteilungen, sodass Forschung und Lehre eng verzahnt sind.

Das neue Zentralgebäude bietet exzellente Studienbedingungen: Kurze Wege zwischen Vorlesung, Übung und Praktikum erleichtern den Studienalltag, während studentische Arbeitsplätze im Foyer den Austausch fördern. Eine technische Besonderheit sind zwei Hörsäle mit integrierten Drehbühnen. Sie sorgen für eine optimale Raumnutzung: Während auf der Vorderseite eine Vorlesung läuft, können auf der Rückseite parallel neue Experimente vorbereitet werden. Dadurch bleiben lebendige Demonstrationsversuche ein zentraler Bestandteil der Lehre, ohne dass Hörsäle für den Aufbau geschlossen werden müssen.

Die geplanten Labore im Institutsgebäude eröffnen neue Perspektiven für die Forschung. Sie bieten konstante Temperaturen, stabile Luftfeuchtigkeit und Schwingungsruhe und damit ideale Bedingungen für hochsensitive Experimente auf atomarer und subatomarer Skala. Alle Labore basieren auf einer Standard-Installation, so dass sie sich bei Bedarf mit deutlich weniger Aufwand als heute an neue Forschungsziele anpassen lassen.

Besonderes Augenmerk beim Entwurf des Architekturbüros hammeskrause liegt auf der Verwendung nachhaltiger und klimaschonender Materialien. Dach und Fassade werden mit insgesamt rund 5.000 Quadratmetern Photovoltaik versehen.

Mit diesen Rahmenbedingungen wird der Ersatzneubau ein Magnet für herausragende Forschende, sichert die Zukunftsfähigkeit der Physik am Standort Stuttgart und stärkt Baden-Württemberg als Wissenschaftsregion.