SICKO: Teamtraining für mehr Sicherheit

Seit 2015 setzt sich ein Team der Klinik für Kinderonkologie für mehr Sicherheit im herausfordernden Klinikalltag ein. In Workshops trainieren engagierte Ärztinnen und Ärzte und Pflegekräfte mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beider Berufsgruppen die interprofessionelle Zusammenarbeit in der Kinderonkologie. Seit vier Jahren gibt es zusätzlich das Projekt SICKO Junior, bei dem bereits Studierende und Pflegeauszubildende in geschützter Lernumgebung des SkillsLab die Zusammenarbeit am Patientenbett üben können. Dabei geht es nicht nur darum, die Arbeitsabläufe des Klinikalltags gemeinsam zu trainieren und die Kommunikation untereinander zu verbessern, sondern vor allem auch darum, Vorurteile und Vorbehalte gegenüber der jeweils anderen Berufsgruppe abzubauen und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Eine Teilnahme ist freiwillig, die Nachfrage für die mittlerweile bis zu fünf Workshops pro Jahr steigend. ,,Für uns ist SICKO ein Leuchtturmprojekt, da wir hier eine Lernumgebung schaffen, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausprobieren können, wie sie in Pflegesituationen am besten zusammenkommen und was sie bei der Arbeit der anderen Berufsgruppe beachten müssen. Es ist ein Lernen miteinander und voneinander", beschreibt Dr. Urs Mücke, Facharzt für Kinderheilkunde und Funktionsoberarzt der Klinik, den zukunftsweisenden Charakter dieses Projektes, und stellt eine fast rhetorische Frage: ,,Warum sollen wir bis zum ersten Arbeitstag warten, um die beiden Berufsgruppen innerhalb eines Teams zusammenzubringen?" Er beobachtet in den eintägigen Workshops, wie bereits innerhalb dieser kurzen Zeit aus zwei unterschiedlich sozialisierten Berufsgruppen ein gemischtes Team wird.
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