Proteste im Iran: Konfliktforscherin sieht Momentum für die Menschen

Politikwissenschaftlerin der Freien Universität Berlin, Mariam Salehi, mahnt Balance bei der Unterstützung aus dem Ausland an. Die Politikwissenschaftlerin Dr. Mariam Salehi von der Freien Universität Berlin geht davon aus, dass das iranische Regime den Moment verpasst hat, durch Zugeständnisse an die Bevölkerung die Proteste im Iran einzudämmen ,,Wir sehen, dass die Sicherheitskräfte einerseits relativ brutal vorgehen, aber andererseits, wenn man das so ausdrücken will, den Moment verpasst zu haben scheinen, die Aufstände frühzeitig derart hart zu unterdrücken, dass sie sich nicht weiter ausbreiten konnten", sagt Mariam Salehi dem Online-Magazin der Freien Universität Berlin. Unklar sei zudem, wie viel Legitimität das Regime in der Bevölkerung tatsächlich noch habe. Mariam Salehi leitet die an der Freien Universität Berlin am Zentrum für interdisziplinäre Friedensund Konfliktforschung (INTERACT) die Nachwuchsgruppe ,,Transnationale Konflikte". Die Sozialwissenschaftlerin untersucht, wie politische, soziale, ökonomische und rechtliche Faktoren in transnationalen Konflikten zusammenwirken. Die promovierte Politikwissenschaftlerin befasst sich mit der Forschungsfrage, welche Folgen sich daraus für die Konfliktregulierung ergeben. Mit Blick auf den Iran geht Mariam Salehi davon aus, dass mögliche Zugeständnisse an die Bevölkerung nun zu spät kommen werden.
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