Neustart nach den Jahren des Nationalsozialismus

Carlo Schmid mit seiner Sekretärin kurz nach Kriegsende. Der spätere SPD-Politik
Carlo Schmid mit seiner Sekretärin kurz nach Kriegsende. Der spätere SPD-Politiker hatte maßgeblichen Anteil an der Wiedereröffnung der Universität Tübingen im August 1945. Bildquelle: Universitätsarchiv Tübingen, unbekannter Fotograf.
Als erste deutsche Hochschule konnte die Universität Tübingen am 20. August 1945 wieder mit dem Lehrbetrieb beginnen Mit der Besetzung Deutschlands zum Ende des Zweiten Weltkriegs waren die Universitäten landesweit geschlossen worden. Unmittelbar nach dem Einmarsch französischer Streitkräfte begannen in Tübingen die Bemühungen zur Wiedereröffnung der Universität. Am 20. August 1945 durften zunächst die beiden theologischen Fakultäten den Lehrbetrieb wieder aufnehmen. Damit war die Universität Tübingen die erste deutsche Hochschule, die nach Kriegsende ihre Hörsäle wieder öffnen konnte. Der planmäßige Beginn des Lehrbetriebs im Sommersemester 1945 war durch den Einmarsch der französischen Truppen Mitte April verhindert worden. Prüfungen aller Art, einschließlich der Staatsexamina durften immerhin abgenommen und private Unterrichtsstunden in den Wohnungen der Dozenten erteilt werden. Auf Drängen seiner Kollegen legte der amtierende Rektor Otto Stickl, Direktor des Hygiene-Instituts, am 7. Mai sein Amt nieder.
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