Mimik-Erkennung: Warum das Gehirn dem Computer (noch) Überlegen ist

Fotorealistischer Menschen- und Affen-Avatar, deren Gesichtsbewegungen zwischen
Fotorealistischer Menschen- und Affen-Avatar, deren Gesichtsbewegungen zwischen menschen- und affentypischen Ausdrücken der Emotionen Wut und Angst variierten.
Fotorealistischer Menschen- und Affen-Avatar, deren Gesichtsbewegungen zwischen menschen- und affentypischen Ausdrücken der Emotionen Wut und Angst variierten. Die Corona-Maskenpflicht macht uns derzeit bewusst: Mimik ist eines unserer wichtigsten Kommunikationssignale. Bei der Deutung von Gesichtsausdrücken machen wir erstaunlich wenig Fehler, selbst wenn unser Gegenüber kein Mensch ist. So erkennen wir sofort, dass Meister Yoda skeptisch ist - auch wenn wir keine eingefleischten Star Wars-Fans sind und ihn zum ersten Mal sehen. Menschen sind der künstlichen Intelligenz (KI) hier noch weit Überlegen, die zwar menschliche Gesichter sehr gut erkennen kann, aber bei Phantasiefiguren kläglich versagt, wenn sie nicht vorher darauf trainiert wurde. Martin Giese und Peter Thier vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung und dem Zentrum für Integrative Neurowissenschaft der Universität Tübingen haben nun eine mögliche Erklärung dafür, warum unser Sehsystem hier Überlegen ist: Die Form des Kopfes scheint bei der Wahrnehmung von Gesichtsausdrücken keine Rolle für Menschen zu spielen. Im Gegensatz dazu haben KI-Systeme Probleme, Gesichtsausdrücke auf Gesichtsformen zu erkennen, die stark von den vorher trainierten abweichen.
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