Meeres-Plastik sichtbar machen
Konsortium mit Beteiligung der Universität Stuttgart entwickelt innovative Monitoring-Technologie, die Kunststoffmüll am Meeresgrund aufspüren soll. [Bild: Joost den Haan - planblue] Ob Strohhalme, Plastikflaschen oder Verpackungen - Kunststoffmüll landet tonnenweise in den Ozeanen, der weitaus größte Teil davon für den Menschen unsichtbar am Meeresboden. Unklar ist das genaue Ausmaß der Verschmutzung, wo sich besonders viel Plastik ablagert und wie es geborgen werden kann. In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Projekt ,,MtecPla" entwickeln Partner aus Industrie und Forschung, darunter die Universität Stuttgart, die weltweit erste Monitoring-Technologie, die Plastikabfall am Meeresboden automatisiert identifizieren und visualisieren soll. Nur ein geringer Teil des Plastikmülls in den Weltmeeren schwimmt auf der Oberfläche, der Rest sinkt in tiefere Gewässer oder auf den Meeresboden und bedroht die dortige Pflanzenund Tierwelt. Bisher gibt es keine Möglichkeit, Plastik am Grund der Ozeane großflächig aufzuspüren. Traditionelle Monitoring-Methoden, bei denen Taucherinnen oder Taucher manuell Bilddaten entlang von Linien oder gespannten Schnüren (sogenannten Transekten) erheben, ermöglichen nur Aussagen über sehr begrenzte Gebiete.




