Material für dichtere Magnetspeicher

Neue Legierungen, die sich stark magnetisieren lassen, ermöglichen höhere Speicherdichten auf Festplatten. Informationstechnologie ist heute auch eine Herausforderung für die Materialwissenschaft: Sie braucht Materialien mit neuen magnetischen Eigenschaften, etwa für neuartige Speichermedien oder Festplatten-Leseköpfe. Dresdner Max-Planck-Forscher können da helfen. Denn sie können neue Materialien mit gewünschten magnetischen Eigenschaften am Computer designen und anschließend im Labor herstellen. Auf diese Weise hat ein Team um Claudia Felser, Direktorin am Max-Planck-Institut für chemische Physik fester Stoffe, nun eine Legierung konzipiert und hergestellt, die so stark magnetisiert werden kann wie bislang kein anderes Material. Und das obwohl der Stoff zunächst nicht-magnetisch zu sein scheint. Doch die Verbindung aus Mangan, Platin und Gallium wird durch ein äußeres Magnetfeld selbst magnetisch und behält auch nach Abschalten des äußeren Feldes ein starkes inneres Feld.
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