Forschende der Universität Stuttgart nehmen erstmals innovatives induktives Plasmatriebwerk auf Helicon-Basis in Betrieb [Bild: Universität Stuttgart / IRS]
Forschende der Universität Stuttgart nehmen erstmals innovatives induktives Plasmatriebwerk auf Helicon-Basis in Betrieb [ Bild: Universität Stuttgart / IRS] Erdbeobachtungssatelliten für niedrige Flughöhen, kleiner, leichter und billiger als herkömmliche Modelle: Das sind die Ziele des EU- Projekts ,,DISCOVERER", an dem neun Partner aus Europa und den USA beteiligt sind. Am Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) der Universität Stuttgart wurde nun erstmals ein neuartiges induktives Plasmatriebwerk gezündet, das eines der wesentlichen Probleme der Mission lösen soll: Es eliminiert den Luftwiderstand im unteren Orbit und erhöht dadurch die Lebensdauer der Satelliten. Das System basiert auf Helicon-Wellen und ist mit einer Antenne aus dem medizinischen Bereich ausgestattet. Satellitenmissionen im so genannten ,,Very Low Earth Orbit", also in geringen Höhen bis zu 400 km, ermöglichen neuartige Erdbeobachtungen wie zum Beispiel die dauerhafte Vermessung es Erdschwerefeldes mit kleinen und preisgünstigen Satelliten. Allerdings herrscht in diesen Höhen durch die Restatmosphäre noch ein relativ hoher Luftwiederstand. Dieser macht einen Satelliten langsamer und langsamer, wodurch ihn die Schwerkraft näher zur Erde ziehen kann, bis er in die Erdatmosphäre eintritt und verglüht. Demnach wäre die Mission, je nach Höhe, schon innerhalb eines Zeitraums von Tagen bis wenigen Monaten beendet.
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