Hans Bausch Mediapreis geht an Studie zur Informationskompetenz der Deutschen

-Quelle: Internet?- Digitale Nachrichtenund Informationskompetenzen der deutschen Bevölkerung im Test.- Für diese Studie aus dem März 2021 haben Anna-Katharina Meßmer, Alexander Sängerlaub und Leonie Schulz den Hans Bausch Mediapreis des SWR erhalten. Sie hatten darin Überprüft, wie gut Probandinnen und Probanden Desinformationen erkennen und Quellen einordnen können - eine Fähigkeit, die in Zeiten des Medienwandels eine Grundlage der unabhängigen Meinungsbildung ist. Mit ihrer Studie geben sie einen Überblick über die aktuelle Nachrichtenund Informationskompetenz der Bevölkerung in Deutschland und leiten daraus Empfehlungen für gezielte Medienbildungspolitik ab.

Studie zeigt Mängel der Nachrichtenkompetenz auf Im Rahmen des Nachrichtenkompetenz-Tests wurden über 4.000 Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland befragt und getestet. Sie schnitten in fast allen Kompetenzbereichen Überwiegend mittelmäßig bis schlecht ab. Die Unterschiede zwischen Desinformation, Information, Werbung und Meinung erkannten sie nur schwer. Die drei Preistragenden fordern deshalb eine bessere digitale Schulund Erwachsenenbildung und transparente journalistische Angebote.

Debatte um gesellschaftliche Verantwortung in digitalen öffentlichkeiten Die Studie ist laut Jurybegründung -ein höchst gelungener Beitrag zur Debatte um gesellschaftliche Verantwortung in digitalen öffentlichkeiten. Die Handlungsempfehlungen richten sich nicht nur an Bürgerinnen und Bürger, sondern fragen auch nach der Rolle und Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, des Journalismus, der Medienbildung für alle Altersgruppen, nach politischen Entscheidungsträgern und der Regulierung von Plattformen.-

Handlungsempfehlungen ein klares Signal für den Journalismus der Zukunft -Gut funktionierende Demokratien sind auf gut informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen,- so Professor Kai Gniffke, Intendant des SWR. -Die Studie betont unsere Verantwortung als Journalistinnen und Journalisten auch in digitalen öffentlichkeiten. Die klaren Empfehlungen schärfen den Blick und leisten einen wertvollen Beitrag für die praktische journalistische Arbeit. Ich freue mich, dass der Hans Bausch Mediapreis dieses Jahr an ein Team geht, das sich fundiert mit den immer wichtiger werdenden Bereichen Informationsund Nachrichtenkompetenz befasst hat.-

Ausbau der digitalen Bildung von der Vorschule bis zum Hochschulwesen
Der Rektor der Universität Tübingen, Professor Bernd Engler, sagte, das deutsche Bildungswesen müsse künftig verstärkt auf digitale Bildung setzen, und dies von der Vorschule bis zum Hochschulwesen: -Dabei wird es wie bei jeder Technologie darauf ankommen, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die neuen Möglichkeiten nicht nur technisch beherrschen, sondern auch die Missbrauchspotenziale begreifen und einen kritisch-reflektierten Medienkon-sum entwickeln.- Auch aus diesem Grund werde die Universität den Bereich der digitalen Bil-dung in Zukunft deutlich ausbauen, vor allem in der Ausbildung künftiger Lehrkräfte.

über die Autorinnen und Autoren Die promovierte Soziologin Anna-Katharina Meßmer leitet das Projekt zu digitaler Nachrichtenund Informationskompetenz. Davor leitete sie die Geschäftsstelle des Forschungsinstituts für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) und arbeitete als Lead Strategic Development bei dem Meinungsforschungsinstitut-Startup Civey.

Alexander Sängerlaub ist seit Januar 2021 Direktor und Mitbegründer des Think & Do Tanks futur eins. Sein Fokus liegt dabei auf dem Themenfeld der Digitalisierung von öffentlichkeiten. Bis 2020 leitete er Projekte zu Desinformation, Fact-Checking und digitaler Nachrichtenkompetenz bei der Stiftung Neue Verantwortung.

Leonie Schulz ist für die Datenerhebung und Analyse der Studie zuständig. Sie ist spezialisiert auf Forschung im gesellschaftspolitischen Bereich und in Wahlkämpfen. Zurzeit leitet sie quantitative Forschungsprojekte und Analysen bei der Forschungsund Beratungsagentur polytix strategic research gmbh und ist dort als Beraterin tätig.

Hintergrund: Der Hans Bausch Mediapreis des SWR Die gemeinnützige Stiftung Hans Bausch Mediapreis des SWR dient der Förderung von Wissenschaft, Forschung und Innovation im Medienbereich. Dies wird insbesondere durch die Verleihung des gleichnamigen Mediapreises in Höhe von 5.000 Euro verwirklicht, der einmal jährlich für eine wissenschaftliche Arbeit im deutschsprachigen Raum verliehen wird. Bei der Verleihung des Preises kooperiert der SWR eng mit dem Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen.

Mitglieder des Vorstandes der Stiftung sowie der personenidentischen Jury sind:

  • Professor Kai Gniffke, SWR Intendant sowie Vorsitzender Vorstand und Jury des Hans Bausch Mediapreises des SWR
  • Stefanie Schneider, SWR Landessenderdirektorin Baden-Württemberg
  • Professorin Tanja Thomas, Lehrstuhl für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen mit dem Schwerpunkt Transformation der Medienkultur
  • Professorin Martina Thiele, Lehrstuhl für Medienwissenschaft an der Universität Tü-bingen mit dem Schwerpunkt Digitalisierung und gesellschaftliche Verantwortung
  • Professor Sascha Dickel, tätig im Arbeitsbereich Mediensoziologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz mit dem Schwerpunkt Gesellschaftsund Medientheorie und digitale Partizipation

Mehr zum Thema: http://swr.li/hans-bausch-mediapreis-ausschreibung

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