Freundschaftsdienst oder ehrliche Meinung?

Ein Experiment zur Wirksamkeit von Versprechen. Wie werden sich der Freund oder die Freundin verhalten? Werden sie das Vertrauen eines Dritten in sie rechtfertigen oder rücksichtslos den eigenen Gewinn optimieren? Forscher am Max-Planck-Institut für Ökonomik zeigen, dass positive Vorhersagen deutlich seltener werden, wenn Befragte zuvor versprechen, ihre ehrliche Meinung zu sagen. Dieser Effekt könnte nach Ansicht der Forscher dazu genutzt werden, zuverlässigere Beurteilungen zum Beispiel in Bewerbungsverfahren für Doktorandenprogramme zu erhalten. Die Wirksamkeit von Versprechen ist belegt. Vielfach stehen Menschen selbst dann zu ihrem Wort, wenn sie dadurch (ökonomische) Nachteile erleiden. Das hat die experimentelle Wirtschaftsforschung in zahlreichen Experimenten gezeigt. Nicht um eigenes Verhalten, sondern um die erwartete Entscheidung eines Freundes oder einer Freundin geht es in einem Experiment von Mitesh Kataria und Fabian Winter vom Jenaer Max-Planck-Institut für Ökonomik: Wie beeinflusst das Versprechen, nach bestem Wissen und Gewissen zu antworten, die Aussagen über die Vertrauenswürdigkeit eines Freundes? Für ihr Experiment haben die beiden Wirtschaftswissenschaftler ein spieltheoretisches Vertrauensexperiment für zwei Spieler neu gestaltet und einen dritten Mitspieler als beratende Instanz eingeführt.
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