Der Chemiker Georg Pohnert überprüft Algenkulturen, die in einem speziellen... Foto: Jan-Peter Kasper/FSU
Kieselalgen zeigen komplexes Verhalten: Sie können sich zwischen Partneroder Nahrungssuche entscheiden. Einzellige Kieselalgen sind in der Lage, ihr Verhalten auf verschiedene äußere Reize auszurichten und dabei eigene Bedürfnisse abzuwägen. Dies fanden Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie zusammen mit Partnern aus Belgien heraus. Die Algen sind zur Vermehrung auf Nährstoffe angewiesen, brauchen aber auch Paarungspartner. Diese finden sie indem sie Pheromonspuren folgen. Je nach Sättigung mit Nährstoffen oder der Notwendigkeit, sich sexuell zu vereinigen, lässt sich die Kieselalge "Seminavis robusta" entweder von Nährstoffen oder Sexualpheromonen anlocken und zeigt damit tatsächlich eine primitive Verhaltensbiologie (The ISME Journal, Oktober 2018, DOI: 10.1038/s41396-018-0299-2). Kieselalgen oder Diatomeen sind einzellige Kleinstlebewesen.
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