Faser mit Filtereffekt

Verdrehte photonische Kristallfasern unterdrücken gezielt einzelne Lichtwellenlängen. Eine einfache Verdrehung um ihre Längsachse verwandelt spezielle Lichtleiter in Filter: Forscher des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts in Erlangen haben diesen Effekt bei photonischen Kristallfasern detailliert gemessen und erstmals auch theoretisch erklärt. Ihre Forschungsergebnisse ermöglichen neue Anwendungen in der optischen Nachrichtenübertragung sowie beim Bau von Lasern, Sensoren und Verstärkern für Licht. Glasfasern dienen meist zum Transport von Licht über große Strecken - zum Beispiel für die schnelle Datenübertragung im Internet. Photonische Kristallfasern (PCF, photonic crystal fiber) sind eine neuartige Variante solcher Lichtwellenleiter, die derzeit vor allem in der Grundlagenforschung eingesetzt werden und deren Querschnitt ein wenig an Bienenwaben erinnert: Die runde Faser ist von winzigen hohlen Röhren durchzogen, die ihren Kern umgeben. Sie sorgen dafür, dass das Licht sich nur längs des Kerns bewegt und mit nur geringen Verlusten transportiert werden kann. Das Übertragungsverhalten der photonischen Kristallfasern ändert sich aber deutlich, wenn man sie um ihre Längsachse verdreht: Bestimmte Wellenlängen werden dann wesentlich schlechter übertragen - aus dem Lichtleiter ist eine Spirale geworden, die wie ein Filter wirkt.
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