In der Wachstumszone eines Nanodrahtes: Ein Aluminiumtropfen nimmt an seiner Oberfläche Silicium auf, das in der Umgebung in Form von Silan enthalten ist. Das Silicium wandert zur Tropfenunterseite, wo es sich schichtweise abscheidet. In dem Siliciumdraht, der sich so bildet, wird dabei deutlich mehr Aluminium eingelagert als theoretisch zu erwarten war. Im Bild eines hochauflösenden Transmissions- Elektronenmikroskops ist die Grenze zwischen Aluminium und Silicium deutlich zu erkennen. [weniger]
Silicium-Nanodrähte werden während ihres Wachstums mit unerwartet viel Aluminium dotiert, sodass ihre Leitfähigkeit steigt. Die Nanoelektronik kommt wieder einen Schritt voran. Ein internationales Team, an dem auch Forscher des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik in Halle beteiligt waren, hat einen Effekt entdeckt, mit dem sich besonders leitfähige Silicium-Nanodrähte erzeugen lassen. Solche Nanodrähte werden auf elegante Weise mit Aluminium als Katalysator gezüchtet. Wie die Wissenschaftler nun festgestellt haben, nimmt das Silicium dabei deutlich mehr Aluminium auf, als sie erwartet hatten. Den Eigenschaften der Drähte kommt das zugute, weil der hohe Aluminium-Anteil - in der Halbleitertechnik spricht man von einer Dotierung - deren Leitfähigkeit verbessert. Der Effekt könnte sich auch nutzen lassen, um andere hochdotierte Nanomaterialien zu erzeugen.
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