Die Routen des Alltags: Menschen können mehrere Orte auf ganz unterschiedlichen Routen ansteuern, bewegen sich aber in der Praxis nur auf sehr wenigen. Die Grafik zeigt die Zahl der relevanten Bewegungsprofile zwischen drei bis sechs verschiedenen Zielen. Am linken Rand wird deren Zahl mit der Zahl der möglichen Routen verglichen. Der zentrale Ort, meist die Wohnung, ist rot dargestellt. [weniger]
Ein Modell, das die Mobilität auf kurzen Strecken und in kurzen Zeiträumen beschreibt, könnte helfen, Verkehrsflüsse besser zu steuern. Verkehrsplaner könnten es künftig einfacher haben. Ein internationales Team, an dem auch ein Forscher des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen beteiligt war, hat anhand von Daten für Paris und Chicago ein Modell entwickelt, das die Mobilität von Menschen in einer Stadt auf kurzen Distanzen und in kurzen Zeitintervallen beschreibt. Wie die Forscher feststellten, bewegen sich 90 Prozent der Menschen an Werktagen in gerade mal 17 von mehr als einer Million verschiedenen möglichen Wegenetzen, in denen sie die Ziele eines Tages miteinander verknüpfen können. Modelle, die Mobilität über große Distanzen und lange Zeiträume beschreiben, gibt es bereits. Die neuen Erkenntnisse könnten nun Stadtentwicklern helfen, innerstädtische Verkehrswege und -steuerung besser zu planen, könnten aber auch für die Seuchenprävention in kleineren Gebieten nützlich sein. Die Routen des Alltags: Menschen können mehrere Orte auf ganz unterschiedlichen Routen ansteuern, bewegen sich aber in der Praxis nur auf sehr wenigen.
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