Die Anatomie des Schmerzes

Wem bei diesem Anblick mulmig wird, der empfindet empathischen Schmerz. Dabei we
Wem bei diesem Anblick mulmig wird, der empfindet empathischen Schmerz. Dabei werden diesselben Hirnregionen aktiv wie bei echtem Schmerz. [weniger]
Schmerz setzt sich aus allgemeinen Bausteinen, die auch bei anderen ähnlichen Gefühlen vorkommen, und spezifischen Bestandteilen zusammen. Schmerzverzerrt zucken wir zusammen, wenn wir jemanden beobachten, der sich versehentlich mit dem Hammer auf den Daumen schlägt. Ist das Schmerz, was wir da empfinden? Ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Kognitionsund Neurowissenschaften in Leipzig und anderer Institutionen schlägt nun einen neuen Denkansatz vor: Schmerz ist demnach ein vielschichtiges graduelles Ereignis, das sich aus speziellen Schmerzkomponenten, wie der brennenden Hand und allgemeineren Komponenten wie negativen Emotionen zusammensetzt. Ein Vergleich der Aktivierungsmuster beider Erfahrungen im Gehirn könnte erklären, welche Komponenten die empathische Reaktion mit echtem Schmerz teilt. Stellen Sie sich vor, Sie schlagen mit dem Hammer einen Nagel in die Wand und treffen dabei aus Versehen den Finger. Sie würden sich vermutlich Gewebe Ihres Fingers verletzen, körperliches Unbehagen empfinden, Ihre Aufmerksamkeit nur auf diesen Finger richten und hoffen, das möglichst nicht zu wiederholen. All das beschreibt physische und psychische Begleiterscheinungen von ,,Schmerz" - genauer  gesagt, von am eigenen Körper erfahrenem, sogenanntem nozizeptivem Schmerz, der durch die Erregung von Schmerzrezeptoren entsteht.
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