Der Skandal und die Medien
Ringvorlesung der Medienwissenschaft der Universität Tübingen mit prominenten Gästen. Welche Ereignisse lösen öffentliche Empörung aus, welche nicht? Lassen sich Skandale steuern? Wie wird der Prozess der Skandalisierung von den Betroffenen erlebt? Was verrät der Eklat über den Moralkodex einer Gesellschaft? Diese Fragen werden in einer öffentlichen Ringvorlesung des Instituts für Medienwissenschaft der Universität Tübingen behandelt - Antworten und Forschungsergebnisse liefern Vertreter aus Wissenschaft und Praxis. Die Veranstaltungsreihe ist öffentlich, Interessierte sind herzlich willkommen. Die Termine: ab 21. April 2011, jeweils donnerstags, 18-20 Uhr, Universität Tübingen, Kupferbau, Hölderlinstraße 5, 72074 Tübingen. In der Reihe berichtet der Spiegel-Redakteur Sebastian Knauer über die Barschel-Affäre, die zum Sturz des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten führte. Der PR-Berater Dietmar Ecker erläutert, wie Krisenmanagement unter Extrembedingungen funktioniert - und welche Strategien er anwendete, um zu verhindern, dass das Entführungsopfer Natascha Kampusch auch ein Opfer der Presse wurde. Der Autor Rainer Nübel, Mitglied der Reportageagentur Zeitenspiegel, schildert die Schwierigkeiten einer Enthüllungsrecherche in der eigenen Nahwelt - und analysiert das stets prekäre Spannungsverhältnis von Nähe und Distanz.



