Der Klimawandel macht nur Pause

Keine Entwarnung bei der Erwärmung: Die Temperatur an der Erdoberfläche wird wei
Keine Entwarnung bei der Erwärmung: Die Temperatur an der Erdoberfläche wird weiter steigen, besonders drastisch an den Polen. Die Simulation des Max-Planck-Instituts für Meteorologie zeigt, wie stark sich verglichen mit der Durchschnittstemperatur von 1986 bis 2005 die Temperatur in verschiedenen Regionen bis zum Jahr 2090 wahrscheinlich erhöhen wird. Diese Prognosen der Klimamodelle bleiben aktuell, auch wenn sich die Erde zwischen 2001 und 2010 langsamer erwärmte als im Jahrzehnt zuvor. [weniger]
Die Erderwärmung geht weiter, auch wenn die schlimmsten Prognosen weniger wahrscheinlich werden. Die Erderwärmung stellt Klimaforscher immer wieder vor Rätsel, aber eines steht so gut wie fest: In den nächsten Jahrzehnten wird sich die Durchschnittstemperatur auf der Erde weiter erhöhen, auch wenn sie in den Jahren von 2001 bis 2010 deutlich langsamer gestiegen ist als im Jahrzehnt zuvor. Das belegt die neue Prognose eines internationalen Forscherteams, das von Wissenschaftlern der Universität Oxford geleitet wurde und an dem auch die beiden Direktoren Jochem Marotzke und Björn Stevens des Max-Planck-Instituts für Meteorologie beteiligt waren. Die Wissenschaftler haben anhand aktueller Klimadaten neu berechnet, wie stark sich die Luft an der Erdoberfläche erwärmt haben wird, sobald sich der Kohlendioxid-Gehalt der Luft verdoppelt hat. Das wird etwa in der Mitte des Jahrhunderts der Fall sein, wenn die Konzentration des Treibhausgases weiter unvermindert wächst. Dann wird die Durchschnittstemperatur im Vergleich zu vorindustriellen Werten wahrscheinlich um 0,9 bis 2,0 Grad Celsius angestiegen sein. Bis zum Ende des Jahrhunderts würde sich die Atmosphäre deutlich stärker aufheizen als um zwei Grad, auf die die UN-Klimakonferenz die Erwärmung begrenzen will.
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