Koordiniert ein mit Millionen gefördertes Projekt: PD Martina Mühlenhoff mit einem Modell der Sialinsäure.
MHH-Forscherin koordiniert Verbundprojekt: Welche Rolle spielt Sialinsäure als Regulator bei Entwicklung und Krankheitsabwehr? Bei vielen biologischen Prozessen in unserem Körper übernehmen Zuckerverbindungen eine wichtige Aufgabe. Indem sie sich chemisch mit Proteinen und Lipiden verbinden und diese dadurch verändern, regulieren sie viele entscheidende biologische Prozesse wie etwa die Reifung der Nieren, die richtige Vernetzung von Nervenbahnen im Gehirn oder die Funktion des Immunsystems. Die genauen biochemischen Abläufe dieser sogenannten Glykosylierung sind sehr komplex und daher bislang noch weitgehend unerforscht. Diese Wissenslücke soll jetzt ein neues, überregionales Forschungsnetz schließen, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) auf drei Jahre mit insgesamt rund vier Millionen Euro fördert. Zehn Forschungsteams aus Hannover, Erlangen, Tübingen und Bonn nehmen dabei die Sialinsäure in den Fokus. ,,Dieser Zucker spielt eine bedeutende Rolle für viele Abläufe und Krankheitsprozesse", sagt Martina Mühlenhoff, Wissenschaftlerin am Institut für Klinische Biochemie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und Sprecherin der DFG-Forschungsgruppe. An der MHH sind neben der Sprecherin noch fünf weitere Forscherinnen und Forscher vom Institut für Klinische Biochemie beteiligt.
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