Ein Herbarbeleg eines Kartoffelblatts aus der Sammlung der Kew Gardens aus dem Jahr 1847, gesammelt auf dem Höhepunkt der irischen Hungersnot. Es ist als ,,Botrytis infestans" beschriftet, da es noch nicht bekannt war, dass es sich nicht um einen Echten Mehltau (Botrytis) handelt. [weniger]
Molekularbiologen rekonstruieren die historische Verbreitung des Kartoffelfäule-Erregers aus Herbar-Belegen. Für Botaniker waren Herbarien, in denen Belege getrockneter Pflanzen über Jahrhunderte aufbewahrt werden, schon immer ein Schatz. Doch auch Molekulargenetiker werden die wertvollen Sammlungen in Zukunft weit umfangreicher nutzen als bisher. In einer bahnbrechenden Studie hat ein internationales Team von Wissenschaftlern, darunter Forscher vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, gezeigt, dass aus historischen Proben das Erbgut von Pflanzen ebenso wie das ihrer Krankheitserreger sehr akkurat ausgelesen werden können. Herbarien sind also eine reiche und bislang kaum genutzte Quelle, um mehr über die historische Verbreitung von Pflanzen und ihren Schädlingen zu erfahren - und damit auch über die Geschichte des Menschen. Ein Herbarbeleg eines Kartoffelblatts aus der Sammlung der Kew Gardens aus dem Jahr 1847, gesammelt auf dem Höhepunkt der irischen Hungersnot. Es ist als "Botrytis infestans" beschriftet, da es noch nicht bekannt war, dass es sich nicht um einen Echten Mehltau (Botrytis) handelt.
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