Effizienzsteigerungen in der Landwirtschaft schützen keine Wälder - indigene Völker schon
Neue Studie unter der Leitung von Forscher:innen der Humboldt-Universität in Fachzeitschrift Nature Sustainability veröffentlicht Es wird häufig angenommen, dass höhere Erträge in der Landwirtschaft zu weniger Zerstörung von Wäldern führt, da mehr Menge auf weniger Fläche erzeugt werden kann. Eine neue Studie stellt fest, dass diese Annahme falsch ist, es sei denn die Wälder befinden sich auf indigenem Land. Mehr, anstatt weniger Rodung, wo landwirtschaftliche Effizienz gesteigert wird. Verbesserte landwirtschaftliche Effizienz verlangsamt die Abholzung der tropischen Wälder nicht, wie eine neue Studie unter Leitung von Forscher:innen der Humboldt-Universität zu Berlin zeigt. Im Gegenteil: Höhere Erträge haben die Rodung in diesem Biom in den letzten 20 Jahren sogar beschleunigt. ,,Dies ist ein Überraschender Befund, denn es wird oft angenommen, dass die Intensivierung der Landwirtschaft zu einem sogenannten ,,land sparing"-Phänomen führt, welches beschreibt, dass höhere Erträge es ermöglichen, auf den vorhandenen landwirtschaftlichen Flächen mehr zu produzieren, was dann zu einer geringeren Ausdehnung der Landwirtschaft und Schutz der Wälder führen sollte", erklärt Marie Pratzer, Hauptautorin der Studie. ,,Wir finden dafür jedoch keine Belege.

