Das AWI-Forschungsflugzeug kurz nach der Landung am Camp auf dem Nord-Ost-Grönland-Eisstrom. Die Radarantenne ist unter der Flugzeugkabine angebracht. Der Flug mit nur einer Antenne erhöht die Reichweite des Flugzeuges, was die langen Messflüge ermöglichte, die für die in der Veröffentlichung verwendeten Daten nötig waren.
Das AWI-Forschungsflugzeug kurz nach der Landung am Camp auf dem Nord-Ost-Grönland-Eisstrom. Die Radarantenne ist unter der Flugzeugkabine angebracht. Der Flug mit nur einer Antenne erhöht die Reichweite des Flugzeuges, was die langen Messflüge ermöglichte, die für die in der Veröffentlichung verwendeten Daten nötig waren. Große Eisströme können ihre Aktivität innerhalb von wenigen tausend Jahren einstellen und den schnellen Eisabtransport auf andere Gebiete des Eisschildes verlagern. Das zeigt die Rekonstruktion zweier Eisströme auf Basis von eisdurchdringenden Radarmessungen im grönländischen Eisschild, die ein Forschungsteam unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts, an dem auch die Universität Tübingen beteiligt ist, jetzt in der Fachzeitschrift Nature Geoscience vorstellt. Wie schnell der Meeresspiegel künftig ansteigt, hängt unter anderem stark davon ab, wie dynamisch oder stabil der grönländische Eisschild ist, der seit dem Jahr 1900 durch seinen Masseverlust bereits etwa 40 Millimeter zum Meeresspiegelanstieg beitrug. Neben Schmelze an der Oberfläche und Unterseite verliert er Masse über Eisströme, das sind die Förderbänder für schnellen Eistransport vom Eisschildinneren zu den Rändern.
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