Nach der Markierung wurden die Falter in Konstanz freigelassen und in einem Leichtflugzeug bis zu 80 Kilometer weit in die Alpen verfolgt.
Die Nachtfalter nutzen ähnlich hochentwickelte Flugstrategien wie Wirbeltiere. Nach der Markierung wurden die Falter in Konstanz freigelassen und in einem Leichtflugzeug bis zu 80 Kilometer weit in die Alpen verfolgt. MPI f. Verhaltensbiologie/ Christian Ziegler - Viele Fluginsekten wandern saisonal und legen dabei teils gewaltige Strecken zurück. Insekten sind damit die kleinsten fliegenden Wandertiere der Erde, und doch können sie selbst bei ungünstigen Windverhältnissen vollkommen gerade Flugbahnen einhalten - das ergab eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie und der Universität Konstanz. In einem Flugzeug verfolgten die Forschenden mit Funksendern ausgestattete Totenkopfschwärmer über bis zu 80 Kilometern hinweg - die bisher längste Strecke, über die ein Insekt in freier Wildbahn je durchgängig beobachtet werden konnte. Durch die genaue Nachverfolgung der Nachtfalter während ihrer Wanderung lüftete die nun Pionierstudie das uralte Geheimnis, wie sich Insekten auf ihren Langstrecken-Wanderungen verhalten. Die Studie belegt, dass Totenkopfschwärmer ausgeklügelte Flugstrategien anwenden, um sich den herrschenden Windverhältnissen anzupassen und so ihre Flugrichtung über weite Strecken präzise einzuhalten.
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