Forscher lösen langjähriges Rätsel der organischen Chemie

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Lichtgetriebene Drehung der Alken-Geometrie © Ryan Gilmour
Lichtgetriebene Drehung der Alken-Geometrie © Ryan Gilmour
Lichtgetriebene Drehung der Alken-Geometrie © Ryan Gilmour Sie kommen in der Natur vor, sind reaktionsfreudig und spielen bei vielen biologischen Prozessen eine Rolle: Polyene. Kein Wunder, dass Chemiker seit langem daran interessiert sind, diese organischen Verbindungen optimal zu konstruieren - nicht zuletzt, um sie eines Tages für biomedizinische Anwendungen nutzen zu können. Solche Konstruktionen sind derzeit jedoch weder einfach noch kostengünstig und stellen organische Chemiker vor große Herausforderungen. Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) um Ryan Gilmour haben jetzt eine Lösung für das Problem gefunden: Es gelang ihnen, komplexe Polyene wie die Retinsäure aus einfachen und passend angeordneten Bausteinen von Alkenen, ungesättigten Kohlenwasserstoffen, zu formen. Dazu nutzten die Wissenschaftler kleine Moleküle als "Antennen", die sie mit Licht anregten und dadurch schwierige chemische Reaktionen über eine sogenannte Energietransfer-Katalyse ermöglichten. "Der Prozess bietet uns eine lichtgetriebene, einfach durchzuführende Lösung für ein Rätsel, das uns lange beschäftigt hat", betont John J. Molloy, Erstautor der Studie. Die neue Möglichkeit, komplexe Polyene zu formen, könnte zukünftig die Erforschung dieser bioaktiven Materialien für die Arzneimittelentwicklung erleichtern.
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