Stechmücke bei der Blutmahlzeit. Foto: Heiko Bellmann
Stechmücke bei der Blutmahlzeit. Foto: Heiko Bellmann - Das Mückengift Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) wird weltweit häufig eingesetzt, um die Belästigung durch Stechmücken zu verringern. Ein internationales Forscherteam aus Ökologen, Ökotoxikologen, Mikrobiologen und Ökonomen unter Beteiligung der Universität Koblenz-Landau hat die vorhandene Fachliteratur analysiert und die bisher umfassendste Expertenbewertung der Auswirkungen von Bti auf die Umwelt vorgelegt. Ein positives Ergebnis: Das Risiko einer Resistenzentwicklung von Mücken gegen Bti scheint begrenzt, obwohl das Gift auch bis lange nach dem Ausbringen in der Umwelt verbleibt. Die aktuelle Studienlage zu Umwelteffekten des Mückengifts ist dagegen nicht eindeutig: Einige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sich die Reduzierung von Stechund Zuckmücken, zentrale Nahrungsquellen in den Feuchtgebieten, negativ auf Nahrungsnetze und die insektenfressende Tierwelt wie Vögel und Amphibien auswirken kann. ,,Die aktuelle Studienlage reicht nicht aus, um Bti eindeutig als umweltverträglich einzustufen", fasst Carsten Brühl von der Universität Koblenz-Landau das Ergebnis der Auswertung zusammen. Feldstudien wurden bislang nur an einigen wenigen Standorten und über eine begrenzte Zeitspanne durchgeführt.
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