WWU-Mediziner setzen neuen "Goldstandard" für die Diagnostik von chronischen Atemwegserkrankungen
News - Münstersche Forscher setzen neuen ,,Goldstandard" für die Diagnostik von chronischen Atemwegserkrankungen Ihre Forschungsergebnisse zur Diagnostik der Primären Ziliären Dyskinesie wiegen schwer - und bilden einen neuen ,,Goldstandard": Prof. Heymut Omran (l.) und Doktorandin sowie Studien-Erstautorin Sandra Cindri? (Foto: FZ / Erk Wibberg) Münster (mfm/lt) - Wenn man von Geburt an unter laufender Nase, wiederkehrenden Infektionen des Mittelohrs, der Nasennebenhöhlen und der unteren Atemwege leidet, ist das mehr als nur ,,unangenehm": Es kann zur Zerstörung der Atemwege und sogar zu chronischem Atemversagen kommen. In der Arztpraxis hören Betroffene aber nicht selten, dass sie keine Grunderkrankung hätten und ihnen kaum geholfen werden könne. Dieses Problem kennt auch Prof. Heymut Omran bestens: Mit seinem Team erforscht der Direktor der münsterschen Uniklinik für Kinderund Jugendmedizin die Primäre Ziliäre Dyskinesie. In einer aktuellen Publikation hat die Gruppe jetzt eine neue Diagnostikmethode vorgestellt für diese angeborene Krankheit, bei der die Flimmerhärchen der Atemwege geschädigt sind. Aufgrund der großen klinischen Bedeutung wird die Studie von einem Leitartikel des ,,American Journal of Respiratory Cell and Molecular Biology" begleitet. Bei der Primären Ziliären Dyskinesie funktionieren die Flimmerhärchen - Fachbegriff: Zilien - nicht richtig, welche die Atemwege auskleiden und die Lunge von Schleim, darin gefangenen Krankheitserregern und eingeatmeten Schadstoffen reinigen.




