Spezifische Immunabwehr von Käfern passt sich Bakterien an: Evolutions-Studie

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Rotbraune Reismehlkäfer  © WWU - Robert Peuß
Rotbraune Reismehlkäfer © WWU - Robert Peuß
Wenn das Immunsystem Erreger abwehrt, kann das auf unterschiedliche Weise passieren. Das Gedächtnis des Immunsystems ist zum Beispiel dazu in der Lage, ein fremdes Protein, mit dem der Organismus bereits in Kontakt gekommen ist, von einem anderen zu unterscheiden und mit einem entsprechenden Antikörper zu reagieren. Forscher haben nun experimentell untersucht, ob sich die Fähigkeit des Immunsystems, spezifisch Erreger abzuwehren, im Zuge der Evolution anpassen kann. Dazu sahen sie sich viele aufeinanderfolgende Generationen von Mehlkäfern an - denn auch Insekten können bis zu einem gewissen Grad Krankheitserreger gezielt bekämpfen. Nachdem die Wissenschaftler die Tiere und ihre Nachkommen wiederholt mit Bakterien konfrontiert hatten, beobachteten sie, dass bereits nach wenigen Generationen die Immunsysteme der Käfer verstärkt reagierten. "Unsere Studie hilft uns, zu verstehen, ob die Fähigkeit zur Spezifität eines Immunsystems sich rasch an die Bedingungen der wiederholten Konfrontation mit Krankheitserregern anpassen kann", sagt Studienleiter Joachim Kurtz von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Die Ergebnisse könnten dabei helfen, auch molekulare Prozesse zu durchschauen, die im menschlichen angeborenen Immungedächtnis eine Rolle spielen und medizinisch genutzt werden könnten.
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