Die Forscher legten insgesamt 800 frankierte Briefe mit zwei verschiedenen Adressaten aus.
In der Diskussion über Zuwanderung in Deutschland ist es häufig insbesondere der Osten des Landes, den die Bevölkerung mit fremdenfeindlichen übergriffen und Hetze gegen Flüchtlinge assoziiert. Auch wissenschaftlichen Daten und Umfragen zufolge sind Vorurteile gegen Migranten in Ostdeutschland oft stärker ausgeprägt als in Westdeutschland. Spiegeln sich solche Unterschiede auch bei alltäglichen kleinen Hilfeleistungen wider? Dieser Frage sind Forscherinnen und Forscher der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), der Universität Bielefeld und der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW nachgegangen. In zwei Feldstudien verglichen sie das Hilfeverhalten in Alltagssituationen in Ostund Westdeutschland. Dazu griffen die Psychologen um Dr. Jens H. Hellmann von der WWU zu einer selten angewandten Methode. Sie legten frankierte Briefe auf der Straße aus: Die Hälfte der verstreuten Briefe war an ein Projekt zur Flüchtlingsintegration adressiert, die andere Hälfte an ein Projekt für Zuwanderungsstopp. Die Wissenschaftler untersuchten, wie viele der Briefe zurückgeschickt wurden und berücksichtigten die jeweilige Region - städtisch und ländlich, Osten und Westen.
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