Induzierten Erdbeben auf den Grund gehen

Ein Team bestehend aus einer Geophysikerin und zwei Geophysikern vom Fachbereich Geowissenschaften der Freien Universität Berlin hat die zeitliche und räumliche Ausbreitung von Erdbeben in Oklahoma, USA, zwischen 2013 und 2016 untersucht. Die Forscher analysierten offizielle Daten zu unterirdischen Druckund Spannungsveränderungen, die ihnen zufolge zu den Erderschütterungen führten. Basierend auf den Untersuchungen haben sie ein Modell entwickelt, mit dem das Entstehungsrisiko von sogenannten induzierten Erdbeben besser eingeschätzt werden könne. Induzierte Erdbeben werden nicht durch natürliche Bewegungen der Erdplatten verursacht, sondern durch Aktivitäten wie dem ,,Hydraulic Fracturing", das zur Schiefergasförderung eingesetzt wird, dem Anlegen von Stauseen oder untertägigem Bergbau. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht: www.rdcu.be/3NdE. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zufolge treten in den US-Staaten Oklahoma und Kansas kaum natürliche Erdbeben auf; dennoch sei die Zahl registrierter Erdbeben in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Expertinnen und Experten vermuten einen Zusammenhang zwischen den Beben und dem Volumen von sogenanntem verpressten Brauchwasser.
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