In den eng miteinander verbundenen Zellen des Gewebes sind die Myosinfasern (grün) und die Mikrotubuli (rot) jeweils polarisiert in der Zelle angeordnet. So können die Mikrotubuli der Spannung entgegenwirken, die an den Kontaktstellen zweier Zellen entsteht, wenn sich Aktin- und Myosinfasern zusammenziehen. Die Zelle behält ihre Form.
Forscher zeigen, dass röhrenförmige Zellstrukturen - die Mikrotubuli - mechanische Kräfte erzeugen und dafür sorgen, dass Zellen Gewebe bilden. Wenn sich ein Organismus entwickelt, schließen sich Massen von Zellen zusammen und bilden gemeinsam verschiedene Arten von Geweben, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Um sich zu formen und zu bewegen, muss eine Zelle mechanische Kräfte aufbringen. Diese Kräfte entwickelt sie, indem sie ihr sogenanntes Zellskelett umstrukturiert, das sich aus verschiedenen Fasern zusammensetzt. Fasern aus dem Protein Aktin ziehen sich zum Beispiel zusammen und dehnen sich wieder aus. Über mechanische Kräfte, die durch andere Bestandteile des Zellskeletts hervorgerufen werden, ist bisher allerdings nur wenig bekannt. Um das zu ändern, haben sich Wissenschaftler aus Münster und München die Mikrotubuli - das sind röhrenförmige Fasern des Zellskeletts - genauer angesehen.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.
Ihre Vorteile
- Zugang zu allen Inhalten
- Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
- Anzeigen veröffentlichen