Thalamus hilft dem Großhirn beim Lernen

Nicht nur Nervenzellen der Sehrinde, sondern auch Thalamus-Zellen verändern ihre
Nicht nur Nervenzellen der Sehrinde, sondern auch Thalamus-Zellen verändern ihre Aktivität, wenn sich die Eingangssignale aus den beiden Augen ändern. Entgegen der Lehrbuchmeinung sind somit beide Hirnbereiche plastisch. [weniger]
Anders als lange gedacht finden Lernvorgänge nicht ausschließlich im Kortex statt. Die Großhirnrinde, auch Kortex genannt, gilt als Sitz von Intelligenz und Bewusstsein. Hier lernen und denken wir, machen uns ein Bild von unserer Umwelt, steuern bewusstes Verhalten und speichern Erinnerungen. Die vorgeschalteten Hirnregionen wie der Thalamus sind an diesen Prozessen nur insofern beteiligt, dass sie Informationen von den Sinnesorganen an die entsprechenden Kortexregionen weiterleiten und gegebenenfalls filtern. So steht es zumindest bisher noch oft in den Lehrbüchern. Nun zeigen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie, dass dieses Bild teilweise revidiert werden muss. Denn zumindest im Mausgehirn scheint der Thalamus eine deutlich aktivere Rolle bei Lernvorgängen im Bereich der Sehverarbeitung zu spielen als angenommen.
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