Susanne Schreiber forscht zu Nervensystem und Temperatur

Foto: Matthias Heyde
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Die theoretische Neurowissenschaftlerin untersucht, welche Folgen Temperaturschwankungen für das Gehirn haben können. Denken bei Hitze und Kälte ,,Wir denken durchaus, dass Temperaturschwankungen im Gehirn bei Säugetieren bis hin zum Menschen relevant sind", sagt die theoretische Neurowissenschaftlerin. So gibt es beispielsweise Epilepsien, bei denen die Temperatur eine Rolle spielt: Fieberkrämpfe bei Kindern oder Heißwasserepilepsien, die bei manchen Menschen auftreten, wenn sie zu heiß baden oder anders den Kopf erwärmen. Wie beim gemeinsamen Applaudieren. Im mathematischen Modell untersuchte die Wissenschaftlerin mit ihrer Arbeitsgruppe die Temperaturabhängig-keit der elektrischen Aktivität von Nervenzellen und entdeckte einen kritischen Punkt, an dem sich die Dynamik der Nervenzellen radikal umstellt. Ab einer bestimmten Temperatur tendieren Zellen dann stärker dazu, ihre Aktivität an Nachbarneurone anzupassen und zu ,,synchronisieren", wie wenn ein Publikum beim Applaus auf einmal einen gemeinsamen Rhythmus findet. Eine solche synchrone neuronale Aktivität ist charakteristisch für Epilepsien.
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